Bremer Stadtmusikanten, Bremen, Deutschland
Aus dem deutschen Ostfriesland kamen wir dann in das holländische Friesland und konnten keinen Unterschied finden. Ein flach gebügeltes Land mit Wiesen und Kühen darauf. An der Küste fuhren wir einen Stellplatz an, der uns aber für 32€ pro Übernachtung in unseren eigenen Betten, im eigenen Auto, in schlichter Landschaft zu teuer erschien. Achtung! In den Niederlanden ist freies Übernachten nicht erlaubt und wird mit drakonischen Strafen geahndet! Also ging es ohne Abschiedstränen weiter über den gewaltigen „Afsluitdijk“, (Abschlussdeich), nach Nordholland. Dieser Damm von 29 km Länge wurde 1932 fertig gestellt und trennt eine große Bucht der Nordsee ab. Entstanden ist das „IJsselmeer“, heute ein Süßwassersee! Am IJsselmeer blieben wir dann erst einmal, ruhten aus, machten Ausflüge mit dem Fahrrad und fanden hinterm Deich Feuchtwiesen und kleine Seen, wo wir eine Menge verschiedene Wasservögel sahen, die uns teilweise bisher unbekannt waren.
Nilgans Nilgans
Vor den Toren Amsterdams, in Amstelveen, haben wir einen Campingplatz gefunden, von dem aus man gut mit dem Bus bis ins Zentrum fahren konnte. Für 13 € gab es eine Tagesnetzkarte für 2 Personen. Unser Hauptziel war das Van Gogh Museum. Natürlich nirgendwo sonst sind so viele Werke von Vincent van Gogh zu sehen. Man fährt bis zum Museumplein, der größte Platz von Amsterdam. Hier steht auch das Concertgebouw, wo mittwochs öffentliche Konzertproben besucht werden können.  Weiterhin sind hier unter Anderen das Stedelijk Museum (Stadtmuseum), Rijksmuseum (Staatsmuseum) und ein Diamantenmuseum zu finden. Um all das zu besuchen müsste man mehrere Tage einplanen. Nach dem Museumsbesuch machten wir eine Grachtenfahrt, bummelten noch ein bisschen in der Innenstadt und fuhren dann zurück, um unseren Hund zu erlösen. Direkt am Campingplatz befindet sich der Amsterdamse Bos, ein  riesiger Park, mit kilometerlangen Wander- und Fahrradwegen.
St. Nikolaus-Kirche in Amsterdam Hausboot in Amsterdam Altstadt, Delft, Niederlande Altstadt, Delft, Niederlande Geranien, Altstadt, Delft, Niederlande
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Hier, an unserem letzten Ziel, erwartete uns eine Besonderheit. Mein wahrscheinlich künftiger Chef, der noch in Delft lebt, war mit seiner Familie in der Woche vor unserer Reise in Berlin. Seine Frau lud uns dabei zu einer kleinen Stadtführung ein. Nun erfuhren wir nicht nur, wo man die leckerste Appeltaart essen kann, sondern übersahen in der kleinen, hübschen Altstadt kaum eine Sehenswürdigkeit. Mit Delft verbinden wir zu allererst den Namen Jan Vermeer, der mit seinen detailreichen Bildern beeindruckt. Aber auch das Porzellan ”Delfts Blauw” ist ein Begriff. Seit dem Attentat auf Prinz von Oranien, im Jahr 1584, während des 80-jährigen Krieges gegen die spanischen Besetzer, finden hier die Angehörigen der Königsfamilie ihre letzte Ruhe. Uns gefiel das lebhafte Delft von den niederländischen Städten, die wir gesehen haben,  am besten und die Appeltaart bei Kobus Kuch kann man weiter empfehlen!
Kurzurlaub in den Niederlanden
Hätte Anfang Mai jemand gesagt, dass wir in das wärmste Land von Europa fahren, hätte ich geantwortet, dass wir für alle Wettersituationen Sachen dabei haben, er solle sich keine Sorgen machen. Hahaa! Tatsächlich waren über 30OC und in den holländischen Nachrichten, so wurde uns erzählt, kam genau diese Meldung. Es war kurios! Bremen Angefangen hat die kurze Reise mit einem Zwischenstopp in Bremen. Unser Stellplatzwirt empfahl neben dem obligatorischen Besuch des Marktplatzes, mit den bekannten Sehenswürdigkeiten von Bremen, unbedingt auch mal den alten Siedlungskern „Schnoor“ zu besuchen. Diese kleinen, sehr engen und liebevoll restaurierten Gässchen sind wirklich einen Besuch wert. Zahlreiche kleine Kneipen, Kunst- und Schnickschnacklädchen laden zum  Bummeln ein.                 
Blumen im Schnoor, Bremen, Deutschland Brandgans Graugänse Löffelente Säbelschnäbler Abschlußdeich (Afsluitdijk), Niederlande
Quelle: Google Earth
Van Gogh Museum in Amsterdam Brücke in Amsterdam Grachtenbrücken in Amsterdam Concertgebouw in Amsterdam Ehemaliges Lagerhaus in Amsterdam Kobus Kuch, Delft, Niederlande Parkbank aus Delfter Porzellan, Delft,Niederlande Rotterdam-Tor, Delft, Niederlande Am Rotterdam-Tor, Delft,Niederlande Souterrain Im Schnoor, Bremen, Deutschland Im Schnoor, Bremen, Deutschland Im Schnoor, Bremen, Deutschland Im Schnoor, Bremen, Deutschland
Das nächste Reiseziel war Amsterdam und auf dem Weg dahin besuchten wir die kleinen Städtchen Edam, Monickendam und Marken. Schmucke alte Häuser und immer wieder die landestypischen Grachten prägen die Städte.
Nach   Amsterdam   freuten   wir   uns   auf   die   berühmten   Blumenfelder.   Wir   wurden   aber   enttäuscht,   die   Blumen   waren   verblüht.   Der sehr warme und trockene April hatte dafür  gesorgt, dass schon Anfang Mai die ganze Pracht vorüber war.
Delft
Amsterdam
  2011
NIEDERLANDE